Wann sollte man den Kettenverschluss austauschen?
Die meisten Ketten gehen nicht verloren, weil sie reißen, sondern weil der Verschluss nachgibt. Er ist das kleinste und am stärksten belastete Bauteil.
Bild: KI-erzeugtSobald der Federring nicht mehr sauber schließt oder die Öse eingelaufen ist. Der Austausch gegen einen Karabiner kostet meist 20 bis 50 Euro und ist die wirksamste Einzelmaßnahme gegen Verlust.
Warum Federringe versagen
Ein Federring besteht aus einem hohlen Ring mit einem kleinen federbelasteten Bügel. Die Feder ermüdet, der Bügel schließt nicht mehr vollständig, und schon leichter Zug öffnet ihn. Dazu kommt Verschmutzung: Hautfett und Staub setzen die Mechanik zu. Ein Federring, der sich nicht mehr leicht bewegen lässt oder der beim Loslassen nicht hörbar einrastet, ist am Ende seiner Lebensdauer.
Die Alternativen
Der Karabiner ist die sicherste einfache Lösung, weil er einen längeren Verschlussweg hat und unter Zug schließt. Kastenschlösser mit Sicherheitsacht sind bei schweren Ketten und Colliers üblich und bieten eine zweite Sicherung. Magnetverschlüsse sind bequem, für wertvolle Ketten aber ungeeignet, und sie können Uhren magnetisieren. Für Kinderketten gibt es Verschlüsse, die sich unter Zug bewusst öffnen.
Die Öse als zweite Schwachstelle
Der Ring, der Verschluss und Kette verbindet, läuft mit der Zeit ein und wird an einer Stelle dünn. Prüfen Sie ihn mit der Lupe: eine sichtbare Kerbe bedeutet, dass er bald bricht. Bei Anhängern gilt dasselbe für die Öse am Anhänger selbst; sie sägt sich in die Kette, wenn sie eine Kante hat. Beide Teile sollten beim Verschlusstausch mit geprüft werden.
Was der Feingehalt damit zu tun hat
Verschlüsse werden häufig in einem niedrigeren Feingehalt geliefert als die Kette, etwa 333 an einer 585er Kette. Das ist verbreitet und nicht verboten, drückt aber beim späteren Ankauf den Wert, wenn nicht getrennt gewogen wird. Wer tauschen lässt, sollte einen Verschluss im selben Feingehalt wählen; der Aufpreis ist gering und der Vorteil bleibt.
Was der Austausch kostet
Ein einfacher Federring liegt bei 20 bis 35 Euro einschließlich Arbeit, ein Karabiner bei 25 bis 50 Euro, ein Kastenschloss deutlich darüber, weil das Bauteil selbst mehr kostet. Bei Gold kommt der Materialpreis hinzu und richtet sich nach Größe und Feingehalt. Die Arbeit selbst dauert wenige Minuten.
Den Verschluss beim Anlegen nicht über den Nacken ziehen, sondern öffnen und schließen. Ketten liegend aufbewahren, damit die Öse nicht dauerhaft belastet wird. Und einmal im Jahr prüfen: Kette am Verschluss halten und leicht ziehen. Öffnet er sich oder fühlt sich weich an, gehört er getauscht, bevor die Kette weg ist.
Bei einem Anhänger, der schwerer ist als es die Kette verträgt, hilft kein Verschluss. Dann ist die Kombination das Problem, und eine kräftigere Kette ist die richtige Antwort. Verschluss schließen, die Kette an beiden Seiten fassen und mit mäßigem Zug auseinanderziehen. Öffnet er sich, ist er zu schwach. Danach den Bügel mit dem Fingernagel bewegen: Er muss federn und hörbar einrasten. Und mit der Lupe die Öse ansehen. Diese drei Handgriffe dauern eine Minute und verhindern den häufigsten Verlust bei Ketten.
- § 631 BGB, Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag (Gesetze im Internet)
- Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren (Gesetze im Internet)