Was tun, wenn die Ringschiene dünn geworden ist?
Jeder täglich getragene Ring wird unten dünner, weil er dort am Tisch, am Lenkrad und an Türgriffen reibt. Der richtige Zeitpunkt für die Reparatur liegt deutlich vor dem Bruch.
Bild: KI-erzeugtAufdoppeln, also ein Stück Material einsetzen, bevor die Schiene bricht. Die Reparatur kostet meist 120 bis 300 Euro und ist deutlich günstiger als eine Neuanfertigung.
Warum die Unterseite verschwindet
Der Ring dreht sich im Laufe des Tages und liegt beim Greifen zwischen Handfläche und Gegenstand. Dort wird Material abgetragen, gleichmäßig und langsam. Nach 15 bis 25 Jahren kann eine ursprünglich 1,8 Millimeter starke Schiene auf unter 0,8 Millimeter abgenommen haben. Ab diesem Punkt verbiegt sie sich bei Belastung, wird oval und bricht schließlich.
Woran man den Zeitpunkt erkennt
Drei Zeichen: Der Ring lässt sich mit den Fingern spürbar zusammendrücken. Er ist nicht mehr rund, sondern oval. Und die Unterseite fühlt sich schärfer an als die Oberseite, weil die Kanten stehen geblieben sind, während die Mitte abgenommen hat. Wer eines davon bemerkt, sollte den Ring nicht mehr täglich tragen, bis er repariert ist.
Wie das Aufdoppeln funktioniert
Der dünn gewordene Bereich wird herausgetrennt und durch ein Stück gleicher Legierung ersetzt, das eingelötet, verputzt und poliert wird. Bei Weißgold folgt eine Rhodinierung. Der Preis liegt je nach Metall und Aufwand meist zwischen 120 und 300 Euro, bei Platin darüber. Das Ergebnis ist ein Ring, der wieder Jahrzehnte hält, und die Naht ist bei sauberer Arbeit nicht zu sehen.
Was passiert, wenn man wartet
Bricht der Ring, ist die Reparatur aufwendiger, weil die Bruchstelle verformt ist und die Passform neu hergestellt werden muss. Bei einem Ring mit umlaufender Steinreihe kann ein Bruch Steine kosten. Und ein Ring, der am Finger bricht, kann sich verhaken und die Haut verletzen. Der Unterschied zwischen rechtzeitig und zu spät beträgt bei den Kosten regelmäßig 100 Euro und mehr.
Was man vorbeugend tun kann
Den Ring bei grober Arbeit, im Fitnessstudio und beim Gartenarbeiten abnehmen. Bei zwei Ringen am selben Finger auf gleiche Legierungen achten, denn unterschiedlich harte Metalle tragen sich gegenseitig ab. Und beim Kauf auf eine ausreichende Wandstärke achten, mindestens 1,5 Millimeter bei Gold; hohl gearbeitete Ringe sind hier grundsätzlich im Nachteil.
Bei sehr dünnen Modeschmuckringen und bei vergoldeter Ware, weil die Lötstelle die Schicht zerstört und der Materialwert die Arbeit nicht trägt. Und bei Ringen, deren Muster über die ganze Schiene läuft: Dort bricht das Muster an der Naht, und eine unsichtbare Reparatur ist nicht möglich. In diesen Fällen ist eine Neuanfertigung mit Anrechnung des Altgolds die bessere Rechnung.
Lassen Sie die Wandstärke bei der nächsten Reinigung einmal messen. Ein Betrieb mit Messschieber macht das in einer Minute, und Sie wissen danach, ob Sie noch 5 Jahre Zeit haben oder 5 Monate. Ein Messschieber genügt: Messen Sie die Höhe der Schiene an der Unterseite und notieren Sie den Wert mit Datum. Eine Wiederholung alle paar Jahre zeigt den Verlauf. Sinkt der Wert unter 1 Millimeter, ist die Reparatur fällig. Diese Messung dauert eine Minute und ersetzt jede Schätzung nach Augenschein.
- § 631 BGB, Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag (Gesetze im Internet)
- Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren (Gesetze im Internet)