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Juwelier · Wert & Preis

Was kostet eine Gravur?

Die Gravur ist die günstigste Möglichkeit, ein Serienstück persönlich zu machen, und die einzige, die den Wiederverkaufswert zuverlässig senkt. Beides gehört in die Entscheidung.

Was kostet eine Gravur?Bild: KI-erzeugt
Kurz gesagt

Eine Lasergravur mit kurzem Text liegt meist bei 15 bis 40 Euro je Stück, eine Handgravur beginnt bei etwa 40 bis 60 Euro und steigt mit dem Aufwand deutlich an.

Was den Preis bestimmt

Die Technik, die Zeichenzahl, die Schriftart und die Fläche. Eine Lasergravur ist nach dem Einrichten schnell, deshalb kostet ein kurzer Text mit Namen und Datum meist 15 bis 40 Euro je Ring. Handgravur wird nach Zeit berechnet: Eine kurze Zeile beginnt bei etwa 40 bis 60 Euro, ein Monogramm oder ein Wappen liegt deutlich höher, weil Entwurf und Ausführung Stunden dauern. Motive und Bilder sind bei Laser günstiger als von Hand.

Wo zusätzliche Kosten entstehen

Bei rhodiniertem Weißgold muss nach der Gravur nachbehandelt werden, sonst bleibt die Schnittstelle sichtbar gelblich. Bei gefassten Steinen ist gegebenenfalls Ausfassen nötig, wenn die Fläche zu nah liegt. Bei Uhren mit geschlossenem Boden ist zu prüfen, ob eine Gravur die Dichtung stört, und bei Sichtböden entfällt sie ganz. Diese Punkte gehören vor der Beauftragung geklärt.

Was sich sinnvoll gravieren lässt

Innen in Ringe passen etwa 20 bis 30 Zeichen, je nach Breite und Ringgröße. Bei sehr schmalen Ringen unter 3 Millimetern wird es eng, dort ist Laser wegen der kleinen Schriftgröße im Vorteil. Auf Anhängern und Uhrenböden ist mehr Platz. Ein Datum in Ziffern spart Zeichen gegenüber ausgeschriebenen Monaten und bleibt lesbar.

Der Punkt, der übersehen wird

Eine persönliche Gravur macht aus Standardware individualisierte Ware. Beim Fernabsatz entfällt damit regelmäßig das Widerrufsrecht, und beim Wiederverkauf sinkt der Preis auf den Materialwert, weil niemand ein Stück mit fremden Namen kauft. Wer bei Größe oder Modell noch unsicher ist, sollte deshalb zuerst tragen und die Gravur später setzen lassen. Das ist jederzeit möglich und kostet nichts zusätzlich.

Wenn eine Gravur weg soll

Sie lässt sich herauspolieren, dabei wird Material abgetragen und der Ring minimal dünner. Bei einem Ring mit ausreichender Wandstärke ist das unproblematisch, bei einem dünnen nicht. Die Kosten liegen meist bei 40 bis 90 Euro, bei Weißgold plus Rhodinierung. Eine tief geschlagene Handgravur kann so viel Material kosten, dass eine neue Innenfläche eingesetzt werden muss.

Der genaue Text mit jedem Zeichen, die Schriftart, die Position und die Technik. Lassen Sie eine Vorlage zeigen und gegenzeichnen. Ein Tippfehler in einem Datum ist der teuerste Fehler in diesem ganzen Vorgang, weil er entweder bleibt oder eine Politur samt Nacharbeit auslöst.

Für Trauringe hat sich in der Praxis bewährt, die Gravur erst kurz vor dem Termin setzen zu lassen. Damit bleibt bis zuletzt die Möglichkeit, Größe und Modell zu tauschen, ohne dass Kosten entstehen. Bei einem Trauringpaar wird zweimal eingerichtet, aber nur einmal entworfen; viele Betriebe bieten deshalb einen Paarpreis an. Achten Sie darauf, dass beide Gravuren in derselben Schriftart und Größe ausgeführt werden, gerade wenn sie unterschiedlich lange Texte tragen. Ein zu langer Text wird sonst kleiner gesetzt, und die Ringe wirken nebeneinander uneinheitlich.

Quellen
  1. § 631 BGB, Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag (Gesetze im Internet)
  2. Statistisches Bundesamt
Stand: 2026-08-15. Rechtsstand Deutschland, keine Rechtsberatung im Einzelfall.