de.gmbhJuwelier
Juwelier · Wert & Preis

Was kostet es, eine Ringgröße ändern zu lassen?

Die Änderung ist eine der häufigsten Werkstattarbeiten, und der Preis hängt an drei Dingen: Metall, Konstruktion und Richtung der Änderung.

Was kostet es, eine Ringgröße ändern zu lassen?Bild: KI-erzeugt
Kurz gesagt

Bei einem glatten Ring meist 40 bis 90 Euro, je nach Metall und Umfang der Änderung. Ringe mit umlaufenden Steinen lassen sich in der Regel gar nicht ändern.

Enger machen ist einfacher

Beim Verkleinern wird ein Stück aus der Schiene herausgetrennt, die Enden werden zusammengefügt und die Lötstelle verputzt und poliert. Übrig bleibt ein kleines Stück Edelmetall, das angerechnet werden kann. Bei einem glatten Goldring liegt der Preis meist zwischen 40 und 70 Euro, bei einer Änderung um mehr als zwei Größen etwas darüber, weil mehr Material entfernt und die Rundung neu geformt werden muss.

Weiter machen kostet mehr

Beim Vergrößern wird die Schiene entweder gedehnt oder ein Stück Material eingesetzt. Dehnen geht nur um etwa eine halbe bis eine Größe und macht die Schiene an dieser Stelle dünner. Materialeinsatz ist die haltbarere Lösung, verlangt aber passendes Metall in derselben Legierung und Farbe. Preise liegen üblicherweise zwischen 60 und 120 Euro, bei Platin deutlich darüber, weil das Metall teurer und die Verarbeitung aufwendiger ist.

Wann eine Änderung ausscheidet

Bei Vollmemoire-Ringen, weil die Steinreihe den Umfang bestimmt. Bei Ringen mit durchgehendem Muster oder Gravur, weil das Muster an der Lötstelle bricht. Bei Titan und Edelstahl, weil sich beide mit üblichen Verfahren kaum verbinden lassen. Und bei sehr dünnen Schienen, bei denen eine Lötstelle nicht mehr trägt. In diesen Fällen bleiben nur eine Neuanfertigung oder ein innen eingesetzter Größenreduzierer.

Der Reduzierer als kleine Lösung

Zwei kleine Metallzungen werden innen eingelötet und verkleinern den Ring um etwa eine halbe bis eine Größe. Das hält den Ring an Ort und Stelle, verhindert das Drehen bei kopflastigen Ringen und lässt sich rückgängig machen. Kosten liegen oft bei 40 bis 80 Euro. Für Menschen, deren Fingerumfang im Tagesverlauf schwankt, ist das häufig die praktischere Lösung als eine dauerhafte Änderung.

Was bei Steinen zu beachten ist

Wärme ist der Feind. Vor dem Löten müssen empfindliche Steine ausgefasst oder gekühlt werden: Smaragd, Opal, Perle, Bernstein, Türkis und Tansanit vertragen die Temperatur nicht. Das Ausfassen und Neufassen kostet extra, meist 30 bis 80 Euro je Stein. Wer diesen Punkt vorher klärt, vermeidet die häufigste böse Überraschung auf der Schlussrechnung.

Wie oft ein Ring geändert werden kann

Grundsätzlich mehrfach, aber jede Änderung kostet Material und schwächt die Schiene. Nach zwei bis drei Änderungen ist bei einem schmalen Ring die Grenze erreicht. Wer weiß, dass sich die Größe ändern wird, sollte beim Kauf eine ausreichende Wandstärke wählen, mindestens 1,5 Millimeter bei Gold, und auf durchgehende Muster verzichten.

Zur Messung: Lassen Sie die Größe am Nachmittag bestimmen, wenn die Finger etwas stärker sind, und niemals bei Kälte. Ein Ring, der im Winter morgens passt, sitzt im Sommer abends fest, und dieser Unterschied beträgt regelmäßig eine ganze Größe. In Deutschland entspricht die Ringgröße dem Innenumfang in Millimetern, Größe 54 also 54 Millimetern. International sind andere Systeme verbreitet, weshalb bei Bestellungen aus dem Ausland die Umrechnung geprüft werden sollte. Ein Ringmaßband kostet wenige Euro; genauer ist die Messung mit einem Ringstock beim Juwelier, die kostenlos ist.